2011-12-23
Photos: Kai-Olaf Hesse, aus Depot_Bilder 2000–2006
Ganz früher machte man ein Portfolio, wenn man eine fotografische Arbeit abgeschlossen hatte. Später dann eine “Mappe” (für Agenturen oder auch Kuratoren und Galeristen) und heute – wenn man nicht alles per PDF auf eine DVD brennt – macht alle Welt “Bücher”. Fotobücher, mit richtigen Prints oder ohne; Dummies im Copyshop oder in schlaflosen Nächten am eigenen Tintenstrahldrucker: geheftet, geklebt, gebunden, spiralisiert oder gefalzt. Das Fotobuch 2.0 bestellt man sich im Netz… Continue Reading »
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2011-12-22
Photos: Kai-Olaf Hesse, aus Bilder_in_Berlin 1998–2005
Dieser Workshop ist eine Leseübung der Stadt. Städte sind sinnstiftend, aber lässt sich im urbanen Gewimmel der Details und Bilder noch Sinnhaftigkeit jenseits der bereits bekannten Bilder und Klischees entdecken? Welche Bedeutung und welche Befindlichkeit, welches Verhältnis zum Gesehenen aus Gebäuden, Imitationen, Oberflächen und Erinnerungen ruft die Stadt in uns hervor? Wie stellt sich Macht von wem auch immer ausgeübt im Raum dar? Continue Reading »
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2011-12-21
Bill Sullivan’s Buch Dessau erinnert auf merkwürdige Weise an die visuelle Aufbruchszeit der 1920er Jahre. Oder ist es einfach nur clever, postmodern und leer?
Buch // Website // Review
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2011-12-20
Photo: Kai-Olaf Hesse Braunschweig 12/2011
Frau Böhm aka Katja Stuke und Oliver Sieber haben an Filmlocations und anderen bereits ikonographierten Orten Bilder gemacht (Böhm#20b O.i.F. / Original in Colour) – hier zum Beispiel in der Strasse New Yorks, die Stephen Shore unsterblich gemacht hat. (In diesem Fall sehen wir dieses O.i.F. hinter dem Nähkasten von Elisabeth Hase, um 1931 – auf der Plakatwand des Museum für Fotografie in Braunschweig.)
Vom 15. bis 19. Februar laden Katja Stuke und Oliver Sieber zu einem Workshop in den Berliner Wedding ein: This land was made for you and me – Ein Fotografie-Projekt im Wedding.
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2011-12-17
Eigentlich bin ich ja kein großer Freund von Jahresendlisten. Aber die vielen Best-of-Listen, die man im Moment zu sehen bekommt, haben mich dann eben doch veranlasst, mal Rückschau zu halten auf die Neuerwerbungen in diesem Jahr. Mein Eindruck ist: es werden immer mehr Bücher, aber immer weniger die ich haben möchte und noch viel weniger, die ich haben muss…
Alec Soth: From Here to There: Alec Soth’s America. Hatje Cantz, 2010 //
Aline Diepois & Thomas Gizolme: Dust Book. Steidl, 2009 //
Andreas Weinand: Colossal Youth. Peperoni Books, 2011 //
Anne Lass: Wandeln – Photographia Borealis 02, 2009 //
Aymeric Fouquez: Nord. Kodoji Press, 2010 //
Bob Negryn: The Flat View. Uitgeverij d’jonge Hond, 2009 //
Dieuwertje Komen: Commonness. Fw, 2009 //
François Deladerrière: L’illusion Du Tranquille. Poursuite, 2011 //
Fred Hüning: einer//zwei//drei. Peperoni Books, 2011 //
Guido Guidi: A New Map of Italy. Loosestrife, 2011 //
John Gossage: The Absolute Truth. Super Labo, 2010 //
Thomas Demand: La Carte d’après Nature. Mack, 2010 //
Ralf Mayer: Zum Stand der Dinge… Technische Sammlungen Dresden, 2010 //
Stephen Gill: Outside In. Photoworks, 2010 //
Takashi Homma: New Documentary. The Asahi Shimbun, 2011 //
Thekla Ehling: Vergissmeinnicht. Kehrer, 2011 //
Thomas Struth: Marian Goodman Gallery, NYC, 2010 //
Ute & Werner Mahler: Monalisen der Vorstädte. Meier und Müller, 2011 //
Wilhelm Schürmann: The Sound of Downloading… Sprengel Museum Hannover, 2011 //
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2011-12-15
Ulrike Kolb, o.T. (Landschaften), 2006, C-Print, 20 x 30 cm
Wenn ich mal nicht weiter weiß, geh ich zu Ulrike. Ulrike Kolb ist genau im Denken, präzise in der Wortwahl, umkreist immer näher die Motive eine Arbeit zu machen und stellt dann die richtigen Fragen. Lässt nicht locker, bis sich Nebliges und Unausgegorenes geklärt hat. Sie fordert sich Klarheit ein und Genauigkeit – auch gerade bei Arbeiten, die bildnerisch das Unklare, das Mehrdeutige, das Geheimnisvolle formulieren. Continue Reading »
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2011-12-13
Photo: Göran Gnaudschun, Albert mit Taschenlampe, 23.07.2010
Fotografie ist in ihren Ausdrucksmitteln unendlich vielfältig. Wie jeder Mensch sich ein subjektives Bild von der Welt macht, entstehen durch den, der auf einen Auslöser drückt immer neue, andersgeartete Bilder. Die Welt ist nicht totfotografiert! Jede Zeit hat ihre neue und einzigartige Ausprägung. Trotz der 500 Mrd. Fotos, die im Jahr weltweit entstehen, ist es möglich etwas Einzigartiges, Unverwechselbares zu schaffen – etwas das nur Sie können, das mit Ihnen als Autor ursächlich verknüpft ist. Dafür ist es notwendig, einen Prozess zu durchlaufen, in dem klar wird, was Sie ganz persönlich von der Welt erzählen wollen. Sie müssen eine Sprache finden für das Thema, das in Ihnen brennt. Ein Thema, das im besten Fall das Innere des Fotografen mit der Wirklichkeit der Welt verschränkt.
Es geht in meinem Workshop Was Du siehst. um die Entwicklung einer eigenen Bildsprache, die der subjektiven Sicht auf die Welt folgt. Es geht um Fotografien, die die Welt durch den Fotografen hindurch verständlich machen, verrätseln oder auch aufladen mit dem, was ihn im Inneren ausmacht. Es geht um den Abgleich von Innen und Außen.
Die Bandbreite kann sich dabei vom Portrait über die Landschaft zu Stadtsichten, von der situativen, bewegten Fotografie zum stillen dokumentarischen Blick, von aufgeräumt klarer Seriendarstellung zum rätselhaft emtionalen Bildrätsel spannen. Alles ist möglich.
Interessenten bewerben sich bitte per eMail bis zum 13. Januar 2012.
Was Du siehst: 13. bis 18. Februar 2012
Göran Gnaudschun
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2011-12-12
…oder doch? Dieser schöne Spruch stammt (für mich) von einem Filmtitel Elliott Erwitt’s: Beauty Knows No Pain, ein Film über die Kilgore College Rangerettes von 1972. Ganz anders sterben ja bekanntlich manche us-amerikanische Landschaftsphotographen in Schönheit, wenn sie sich kritisch mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. So zum Beispiel Jeff Rich in seiner Arbeit Watershed – A Survey of the French Broad River Basin // The Tennessee River.
Europäer sind da ja irgendwie anders. Sagt man. Zu den hierzulande eher seltenen Funden französischer Photoarbeiten und -büchern gehört sicher François Deladerrière mit der Serie L’illusion du tranquille, die es auch als Buch gibt.
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2011-12-11
Göran Gnaudschun, Am Eingang, Berlin-Alexanderplatz, 09.12.11
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2011-12-09
Photo: Peter Oehlmann, aus Alpes Maritimes 2011
Die Notwendigkeit zur Bildbearbeitung ergibt sich allein schon aus der unterschiedlichen Funktionsweise von Kamera und Sehapparat und dem daraus resultierenden Bedürfnis, das von der Kamera aufgezeichnete Bild unserem Seheindruck anzunähern.
Für diese Korrekturen bedarf es nicht des gewaltigen Funktionsumfangs von Photoshop; mittlerweile gibt es Programme, die besser auf die Bedürfnisse von Fotografen zugeschnitten sind. Adobe’s Lightroom ist ein solches Programm, welches das Konzept des digitalen Negativs konsequent umsetzt und dem Fotografen ein ebenso komplexes wie einfach zu handhabendes Werkzeug für nahezu den gesamten (digital-)fotografischen Arbeitsprozess zur Verfügung stellt… Continue Reading »
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