Dresden suite // Vorbestellung

2013, Jun 18th

Im letzten Frühjahr durfte ich während eines dreimonatigen Stipendiums Dresden genießen. Das dazugehörige Buch Dresden suite mit Texten von Katja Dannowski, Göran Gnaudschun und Rolf Sachsse (ca. 280 Seiten, 20,5×26,5cm, in limitierter Auflage von 500 Exemplaren) ist gerade in Vorbereitung und befindet sich in den letzten Etappen der Finanzierung. Indem Ihr die noch fehlenden Lücken mittels Vorbestellung stopft, rückt das Buch seinem Drucktermin näher. Daher kann man das Buch ab sofort und zeitlich begrenzt zum Preis von 48,- Euro zusammen mit einem signierten Originalprint bis zum 31. Juli vorbestellen – Auslieferung dann Mitte September. Danach gibt’s das Buch im Handel, aber ohne Print.

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Hier ein paar erste Eindrücke und Doppelseiten der Dresden suite:
(zum Vor-/Zurückblättern auf Buchecken klicken)

Rolf Sachsse schreibt nach Inaugenscheinnahme des Buchdummys: Kai-Olaf Hesse ist ein hinreißender Buchgestalter, einer der besten in Deutschland. Vor allem Fotobücher hat er entworfen, ein Genre, das zunehmend zum zweiten Träger der Kunst wird neben dem Fine Art Print. Gelegentlich gerät dabei aus dem Blick, dass er zuvörderst ein sehr guter Fotograf ist. Kein Wunder, dass er dann am besten ist, wenn er beides tut: eine Bilderzählung planen, ausführen und diese dann in einem Buch bestmöglich vor Augen zu bringen.  Drei Monate lang konnte er mit einem Stipendium die Stadt Dresden durchstreifen, und was er an Bildern dabei auf- wie mitnahm, erinnert fotografisch an Nathan Lyons‘ wunderbare Notations In Passing und literarisch – nicht wirklich an Uwe Tellkamps Turm. Mit diesem Autor teil er zwar die Detailtreue, nicht aber das Pathos, ganz im Gegenteil: Besser kann man eine überbelichtete Stadt wie Dresden gar nicht dekonstruieren. Doch doch: Es gibt nahezu alle originalen Denkmäler der Stadt, vom Zwinger über Semperoper, Yenidze-Moschee und Stadtschloß zur Brühl’schen Terasse über das Blaue Wunder bis zum Weißen Hirsch, nur sind sie manchmal etwas in den Hintergrund geraten. Die meisten Bilder sind aus gutem Grund im alten Hochformat der analogen Kunst- und Pressefotografie, wenige Ausnahmen verstärken nur deren Wirkung. Denn Hochformate regen auf, weil der Mensch breite Horizonte gewohnt ist, aber seit seiner Zeit als Savannenläufer über senkrechte Hindernisse stolpert. Und Stolpern ist das Unglück des Flaneurs, dabei nimmt er auf, was seinen Gang beeinträchtigte – eine bessere Metapher für das fotografische Arbeiten gibt es nicht, gerade bei der Betrachtung des Werks von Kai-Olaf Hesse.

Selbstverständlich steht der Fotograf in einer langen Tradition, und ein so kluger Kenner der Geschichte wie Kai-Olaf Hesse ist sich dessen bewusst: Schon Albert Renger-Patzsch hatte bei seinem Buch für die deutschen Lehrer und ihr Treffen in Dresden 1928 keine Lust auf die bloße Ablichtung der touristischen Hotspots; ihm waren die gekurvten Treppenstufen des Hochbarock wichtiger als jede Fassade. So zitiert Kai-Olaf Hesse nun auch Werner Wunderlichs wunderbare Aluminium-Prismen als Teile eines abgerissenen Kaufhauses, sichtbar nun  als Nachbauten die alte Konsum-Pracht simulierend. Wer lange genug sucht, findet in jedem Bild eine Tarantino gleiche Annäherung an die ostdeutsche Fotogeschichte, aber eben auch – wie bei jenem Regisseur – eine absolut eigenständige Bearbeitung. Eine Aufnahme des kommenden Fotobuchs von Kai-Olaf Hesse in ein späteres Buch der Bücher ist also sicher – wenn es denn, so hoffen wir alle, erscheint. 

Also: bestellt das signierte Buch vor! Wer jetzt vorbestellt, erhält zusätzlich einen signierten original Pigmentprint im Format 20,5×26,5cm!
Vielen Dank für Eure Unterstützung!

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